kleine Übersicht der wichtigsten

Änderungen in der StVO ab 01.04.2013



Seit 1. April 2013 gilt die neue StVO - und das ist u. a. neu:

Lieferverkehr:
Postfahrzeuge dürfen zum Briefkastenleeren kurzfristig in zweiter Reihe parken.

Bahnübergänge:
Kraftfahrzeuge dürfen ab dem Gefahrzeichen bis zu den Schienen nicht mehr überholt werden.
Zur Ankündigung wird nur noch ein Zeichen verwendet (das Verkehrszeichen „beschrankter BÜ“ entfällt, bleibt aber bis zum 31.10.2022 gültig).
Das Wartegebot nach der einstreifigen Bake für Fahrzeugkombinationen entfällt.

Straßenbenutzung:
Bei insgesamt drei Fahrstreifen darf der mittlere nur noch zum Linksabbiegen, nicht mehr zum Überholen benutzt werden.
Bei drei Fahrstreifen für eine Richtung darf der linke Streifen von Kfz mit Anhänger außerorts nur zum Linksabbiegen benutzt werden.
Diese Regelung galt bisher für Züge über 7 m Länge.

Verkehrszeichen:
Einige Gefahrzeichen dürfen nur noch bei besonderer Gefahrenlage aufgestellt werden.
Die Zeichen „Beschrankter Bahnübergang“, „Einbahnstraße“ (ergänzend), „Richtgeschwindigkeit“ und „Seitenstreifen nicht befahrbar“ wurden gestrichen.

neue Verkehrszeichen:

Radfahrer:
Es wird ein generelles Parkverbot für Schutzstreifen eingeführt. Die Schutzstreifen dürfen von anderen Verkehrsteilnehmern nur noch bei Bedarf, also z. B. zum Erreichen von Parkflächen oder zum Ausweichen bei Gegenverkehr, über- bzw. befahren werden.
In Fahrradstraßen darf künftig nicht mehr schneller als 30 km/h gefahren werden. Damit wurde der bisherige, unbestimmte Rechtsbegriff "mäßige Geschwindigkeit" ersetzt. Radfahrer dürfen hier weder gefährdet noch behindert werden.
Es wird die Möglichkeit eingeführt, für Fußgänger und Radfahrer eine "Durchlässige Sackgasse"anzuzeigen.   Damit kann auf sichere und komfortable Radverkehrsrouten hingewiesen werden.
Die Beförderung in Fahrradanhängern wird explizit in die StVO aufgenommen. Bund und Länder hielten bisher den Einsatz im Straßenverkehr für vertretbar, wenn dieser unter Beachtung eines Merkblatts erfolgte. Diese Regelungslücke wurde nun geschlossen. Es dürfen bis zu zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden.
Bei getrennten und gemeinsamen Geh- und Radwegen wird die Schrittgeschwindigkeit für Radfahrer aufgegeben. Hier muss nun auf Fußgänger Rücksicht genommen und die Geschwindigkeit nötigenfalls an die des Fußgängers angepasst werden. Für den Radverkehr auf Gehwegen oder Fußgängerzonen verbleibt es bei der Schrittgeschwindigkeit.
Freigegebene linke Radwege werden nur mit Zusatzzeichen "Radverkehr frei" gekennzeichnet.


Hier eine Gegenüberstellung alte und neue StVO >>>